Adolf Eichmann

Aus Inrur

Sassen-Interview

In Argentinien fand Eichmann Kontakt zu einer Gruppe um Eberhard Fritsch,
der in seinem Dürer-Verlag die rechtsextreme Zeitschrift Der Weg erscheinen ließ.
Man traf sich von April bis November 1957 an den Wochenenden im Haus von Willem Sassen,
einem ehemaligen SS-Kriegsberichterstatter und Autor des Dürer-Verlags.
Auch Ludolf-Hermann von Alvensleben nahm regelmäßig teil.
Die Treffen sollten Veröffentlichungen vorbereiten,
mit denen man zur Rehabilitierung des Nationalsozialismus
den millionenfachen Judenmord widerlegen oder relativieren wollte.
Eichmann leugnete jedoch nichts, sondern bestätigte den Ausrottungsplan

Adolf Eichmann
in der deutschsprachigen wikipedia

Otto Adolf Eichmann[1] (* 19. März 1906 in Solingen; † 1. Juni 1962 in Ramla bei Tel Aviv, Israel)
war ein deutscher SS-Obersturmbannführer
und während der Zeit des Nationalsozialismus
und des Zweiten Weltkrieges in Deutschland
als Leiter des für die Organisation der Vertreibung und Deportation der Juden zuständigen
Eichmannreferats des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) in Berlin
zentral mitverantwortlich für die Ermordung von schätzungsweise sechs Millionen Menschen
im weitgehend vom Deutschen Reich besetzten Europa.
Im Mai 1960 wurde er von israelischen Agenten in Argentinien entführt
und anschließend nach Israel gebracht, wo ihm der Prozess gemacht wurde.
Er wurde zum Tode verurteilt
und in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1962 hingerichtet.

Eichmannreferat
in der deutschsprachigen wikipedia

Als Eichmannreferat, auch Judenreferat, wird eine Gestapo-Abteilung im Reichssicherheitshauptamt (RSHA)
während des Zweiten Weltkrieges bezeichnet.
In dieser Dienststelle wurde ab 1941 die sogenannte Endlösung der Judenfrage administrativ koordiniert und organisiert.
Die Mitarbeiter des Eichmannreferates waren somit maßgeblich am Holocaust beteiligt.
Leiter dieser Dienststelle war ab Dezember 1939 durchgehend Adolf Eichmann;
ab 1941 war Rolf Günther sein ständiger Stellvertreter.
Sogenannte „Judenreferenten“ gab es auch in etlichen anderen NS-Ämtern,
insbesondere das Auswärtige Amt verfügte über ein eigenes „Judenreferat“,
sowohl in Berlin als auch in vielen Botschaften.
Ferner existierten regionale „Judenreferate“ innerhalb Deutschlands,
die Befehle nur zögerlich vom RSHA entgegennahmen und eigene Befehlsketten,
meist innerhalb der regionalen Gestapo, hatten.

Gaby Weber