Günter Reichert erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse August 8, 2008

Aus Inrur

Günter Reichert erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

August 8, 2008
EHRUNG: Beruf und Ehrenamt inhaltlich miteinander vernetzen
mit Foto
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Die Kölner Regierungsvizepräsidentin Ulrike Schwarz
verleiht das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
an den Aegidienberger Günter Reichert
Bundespräsident Horst Köhler hat dem Bad Honnefer Günter Reichert
für seine ehrenamtlichen Leistungen
vornehmlich in den verschiedensten Gremien der sudetendeutschen Heimatvertriebenen
das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
In einer Feierstunde in der Bezirksregierung Köln
wies die Regierungsvizepräsidentin Ulrike Schwarz darauf hin,
dass Reichert sich neben seiner anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit
– unter anderem als langjähriger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
auch nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande im Jahr 1987
für verschiedene neue Ämter zur Verfügung gestellt und diese engagiert ausgefüllt habe.
Dies gelte zum Beispiel für seine Funktionen als nordrhein-westfälischer Landesvorsitzender
und führendes Mitglied in Bundesorganen der Sudetendeutschen Landsmannschaft in München,
als Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk
mit den Bildungs- und Begegnungsstätten „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen
und „Burg Hohenberg“ in Hohenberg an der Eger
oder als Vorsitzender des Kuratoriums der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Bonn.
Schwerpunkt seines Engagements sei die Ansprache der jungen Generation sowohl der deutschen Heimatvertriebenen
als auch der benachbarten Tschechen, Slowaken und Polen –
etwa als Vorsitzender der von ihm mitbegründeten „Akademie Mitteleuropa“ – gewesen.
Aber auch im kommunalen Bereich habe sich Reichert gerne in die gesellschaftliche Arbeit eingebracht,
etwa ein Jahrzehnt als Vorsitzender des Tennisclubs Blau-Weiß Aegidienberg.
Als Regierungsvizepräsidentin sei es ihr, so betonte Ulrike Schwarz, deshalb eine besondere Freude,
im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Günter Reichert zu überreichen.
In seinen Dankesworten unterstrich Reichert, dass er sich stets bemüht habe,
Beruf und Ehrenamt organisatorisch zwar strikt zu trennen,
aber inhaltlich miteinander zu vernetzen.
Dies sei ihm jedoch nur begrenzt gelungen.
So bedauerte er es ausdrücklich, dass die Geschichte und Kulturleistungen der Deutschen
aus den früheren deutschen Staats- und Siedlungsgebieten im Osten Europas
oder in der früheren Sowjetunion und das Schicksal
der aus diesen Regionen vertriebenen
oder später ausgesiedelten Menschen
nicht stärker in das Bewusstsein der Politik
und die Publikationen der politischen Bildungsarbeit Eingang gefunden hätten.
Umgekehrt könnten die Gesetzmäßigkeiten der Politik und die Prinzipien der politischen Bildung,
zum Beispiel jedes Problem auch aus dem Blickwinkel des jeweils Anderen zu betrachten,
in den Verbänden der deutschen Heimatvertriebenen durchaus stärkere Beachtung finden.