Hoffmann von Fallersleben Bildungswerk

Aus Inrur

Neonazi Verein

Möchtegern Stiftung


das "Hoffmann-von-Fallersleben Bildungswerk"
in der deutschsprachigen wikipedia

Geschichte und Organisationsform
Der Verein wurde am 13. Dezember 1990 als Hoffmann-von-Fallersleben-Stiftung gegründet.
Die Initiative zur Gründung ging von der damaligen Fraktion der Republikaner im Abgeordnetenhaus von Berlin aus.
Absicht war es, ähnlich wie die anderen Parteien über eine parteinahe Stiftung staatliche Fördermittel zu erlangen.
Teilnehmer der Gründungsversammlung waren unter anderem der Berliner Staatsanwalt Matthias Bath,
damals Landesvorstandsmitglied der Berliner Republikaner,
der Berliner Rechtsanwalt und Notar a. D. und Sprecher der „Reichsbürger-UnionRunhardt Sander,
der Berliner Rechtsanwalt Carsten Pagel,
damals Assessor in Sanders Kanzlei sowie Fraktions- und Landesvorsitzender der Berliner Republikaner,
Frank Schwerdt, damals stellvertretender Landesvorsitzender der Berliner Republikaner,
Rita Bönisch, damals stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner Republikaner,
Rudolf Kendzia, damals parlamentarischer Geschäftsführer und Landesschatzmeister der Berliner Republikaner,
sowie der Redakteur der Jungen Freiheit, Thorsten Thaler,
damals Pressesprecher der Fraktion und des Landesverbandes der Berliner Republikaner.

Aufgrund des fehlenden Stiftungskapitals wurde der Verein nicht als Stiftung anerkannt
und benannte sich am 5. September 1991 in Hoffmann-von-Fallersleben Bildungswerk um.

Die Mitgliederzahl wurde wegen der angestrebten Fördermittel laut Satzung auf 20 beschränkt.
Anfangs umfasste das Organisationspotenzial etwa den Landesverband der Berliner Republikaner.
Nachdem im Herbst 1991 führende Mitglieder des Landesvorstandes der Berliner Republikaner
zur Deutschen Liga für Volk und Heimat übergetreten waren,
rückte das von ihnen dominierte Bildungswerk in spürbare Nähe zu dieser Partei.
Jedoch war es immer das Bestreben der Organisatoren, über die Grenzen einzelner Parteien hinaus zu agieren,
und so gehörten im Mai 1992 dem Vorstand Vertreter der Republikaner,
der Deutschen Liga für Volk und Heimat, der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und der Deutschen Sozialen Union an.
Um das Organisationspotential binden zu können, wurde in dieser Zeit das Förderwerk Gerhard Kaindl gegründet,
dessen Mitglieder über die Aktivitäten des Vereins auf dem Laufenden gehalten wurden.
Als die NPD in den 1990er Jahren an Bedeutung gewann, beschränkte der Verein seine Aktivitäten
und stellte sie überwiegend in den Dienst dieser Partei sowie deren Umfeldorganisationen.
Am 21. November 2006 wurde die Auflösung beschlossen.

Aktivitäten

Das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz stellte fest,
dass das Hoffmann-von-Fallersleben Bildungswerk wegen seiner Zusammensetzung
und dem Ziel seiner Zusammenarbeit mit anderen rechtsextremistischen Organisationen
als Tarnorganisation für Veranstaltungen von Rechtsextremisten und Nationalsozialisten fungierte.
Es führte hauptsächlich Vortragsveranstaltungen durch.
Sprecher waren unter anderem Dr. Pierre Krebs, Mitarbeiter des Thule-Seminars e. V.,
Peter Kurt Weiss, Vorsitzender des Bürgerschutz Österreich,
der ehemalige NPD-Vorsitzende und Holocaustleugner Günter Deckert
sowie die Publizisten Konrad Windisch und Peter Dehoust.
Doch blieben die Referenten nicht auf diesen Personenkreis beschränkt.
Vielmehr ließ sich feststellen,
dass Themen und Vortragsbesucher des Bildungswerks
vom rechten Rand der Christlich Demokratischen Union Deutschlands bis zur neonazistischen Szene reichten.

"Berlin-Brandenburger Zeitung - Zeitung der nationalen Erneuerung"
in der deutschsprachigen wikipedia

Berliner Kulturgemeinschaft Preußen
in der deutschsprachigen wikipedia

Ulli Boldt

2012 Holocaustleugner Gerd Walther: Gerd Walther Auschwitzprozeßführer Berlin

Antifa Informationen über das "Bildungswerk"

Apabiz:

Profil: Hoffmann von Fallersleben Bildungswerk e.V.

Stand des Artikels: 1996

Gründung: 1990

Sitz: Berlin

Zahl der Mitglieder: 20 (Satzungsbedingt)

Funktionäre: Rudolf Kendzia (Vorsitzender), Dr. Matthias Bath (stellvertretender Vorsitzender),
Richard Miosga (Schatzmeister), Rita Bönisch (Schriftführerin), Karl-Heinz Panteleit (Ex-Vorsitzender).
Mitglieder waren oder sind: Dr. Stephan Elbern, Carsten Pagel, Hermann Flemmig, Frank Schwerdt, Gerhard Kaindl († 1992)

Struktur: Das Hoffmann von Fallersleben Bildungswerk (im folgenden HvFB), ursprünglich als eine Republikaner (REP)-nahe Stiftung geplant,
firmiert nach dem Übertritt vieler REP-Funktionäre zur Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) als überparteilich.
Das Bildungswerk kann jedoch als DLVH-nahe eingestuft werden,
zumal Postadressen von DLVH und HvFB identisch waren.
Angegliedert ist der HvFB-Buchdienst, dessen Postfach mit dem des ehemaligen Verlages der REP, dem VBR-Verlag von Rudolf Kendzia, identisch war.

Aktivitäten: 1990 wird das HvFB gegründet.
In der Folgezeit präsentiert das Bildungswerk eine Vielzahl von Referenten.
Der bisherige Vorsitzende Stephan Elbern wird am 19. Dezember 1991 von Carsten Pagel abgelöst.
Bei den Vorstands-Neuwahlen im Dezember 1992 treten Carsten Pagel und Schatzmeister Wolfgang Seifen zurück, Pagel bleibt jedoch weiterhin im Kuratorium.
Neuer Vorsitzender wird Karl-Heinz Panteleit.
Am 24. Januar 1993 führt das HvFB zusammen mit der Berliner Kulturgemeinschaft Preußen e.V. (BKP) eine »Reichsgründungsfeier« durch.
Der Bereichsleiter Ost der Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF), Oliver Schweigert, organisiert den Schutz der Veranstaltung.
Am 26. Januar wird eine Veranstaltung mit Robert Steuckers durchgeführt.
Heinrich Lummer soll im Februar zum Thema »Asyl - ein mißbrauchtes Recht« referieren.
Eine Intervention des CDU-Landesvorstandes soll Lummer jedoch zur Absage bewogen haben.
Im April wird der Förderkreis Gerhard Kaindl gegründet.
Am 22. Oktober referiert in einer zusammen mit der Partei Die Nationalen organisierten Veranstaltung Pierre Krebs (Thule-Seminar).
Im Dezember 1994 löst Rudolf Kendzia den bisherigen Vorsitzenden Karl-Heinz Panteleit ab.
1995 referieren: Klaus Weinschenk, Karl Richter und Pierre Krebs.

Zusammenarbeit: Das HvFB arbeitet im Rahmen von Schulungsarbeit eng mit der Berliner Kulturgemeinschaft Preußen und dem Deutschen Kolleg zusammen.
Hier übernimmt es v.a. die Kaderschulung für neofaschistische Gruppierungen im Raum Berlin-Brandenburg,
wie z.B. für die Sozialrevolutionäre Arbeiterfront (SrA).
Enge Beziehungen bestehen zu den stark von der DLVH dominierten Nationalen: diese unterhalten zusammen mit dem HvFB und der Nationalen Jugend ein gemeinsames Postfach in Berlin-Treptow.
Seit April 1995 sind Richard Miosga und Rita Bönisch im Vorstand der Nationalen.
Referenten waren: Rudolf Kendzia, Klaus Motschmann, Carsten Pagel, Roland Hahn, Konrad Windisch, Jürgen Hatzenbichler, Johanna Christine Grund, Emil Schlee, Günter Deckert, Reinhold Oberlercher.
Auch Hans Ulrich Pieper, Organisator des Berliner Dienstagsgespräches, hat Kontakt zum HvFB.[3]

Bedeutung: Das HvFB steht in einer Reihe verschiedener Konzepte der Schulung junger Kader für die mittlere Führungsebene des Neofaschismus.
Es gewann, im Bestreben eine Brücke zwischen sich bekennenden Nationalisten und sich als »patriotisch« oder »konservativ« bezeichnenden Rechten zu bilden, besonders in Berlin an Bedeutung. (B)

Autoren: Michael Bauerschmidt, Susanne Brandt, Ulli Jentsch, Kurt Ohrowski

Quelle: Mecklenburg, Jens (Hg.): Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, Berlin 1996, S.267f

Anmerkungen:

[1] Antifaschistische Initiative Moabit: Braunzone... Berlin 1993, S. 7.

[2] B. Wagner (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus. Hamburg 1994, S. 141.

[3] Vgl. Berliner Zeitung vom 17.6.1994.


Apabiz Profile



Profil: Die Nationalen


Die Berlin-Brandenburger Zeitung


Profil: Deutsches Rechtsbüro (DRB)


Profil: Dienstagsgespräch


Profil: Deutsche Kulturgemeinschaft (DKG)/ Berliner Kulturgemeinschaft Preußen e.V. (BKP)


Rechte V-Leute: Die Katze beisst sich in den Schwanz 20. November 2011 Von apabiz


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